Das TrueType Format 1. Teil von Christoph Müller, Publishing Tools Support
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| Abbildung 1: Quadratische Kurve definiert von drei Kontrollpunkten
Wenn man nun Kurven und Geraden kombiniert, ist es möglich komplexe Glyphes zu bilden. In Abbildung 2 sind die "on-curve" Punkte schwarz und die "off-curve" weiss markiert. |

| Abbildung 2: A Glyphe Outline mit on-curve und off-curve Punkten. In relativ einfache Konturen wie in Abbildung 2, definiert die Sequenz der Punkte eine geschlossene Form, die Kontur. Bei komplexeren Glyphes, wie in Abbildung 3, sind schon drei Formen, welche eine Kontur bilden. |

| Abbildung 3: Glyph Outline mit drei Konturen.
Um eine Kontur wie in Abbildung 3 zu beschreiben muss man weitere Regeln beachten. Zuerst müssen alle Konturen geschlossen sein. Die Punkte der ersten Kontur müssen aufsteigend nummeriert werden, beginnend mit 0 (Null). Weitere Punkte in neuen Konturen beginnen mit der nächsten freien Nummer. Die Art in der die Punkte numeriert werden ist sehr wichtig. Denn sie bestimmt in welcher Richtung die Kontur verläuft. Die Richtung einer Kontur verläuft immer von ihrer kleinsten Nummer zu der Grössten. Die Richtung einer Kontur wird gebraucht um zu definieren welche Konturen gefüllt (schwarz) und welche (weiss) sind. |
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| Abbildung 4 zeigt zwei verschiedene Koordinatensysteme. Das Koordinatensystem auf der linken Seite kann die Feinheiten des Buchstaben "A" nicht wiedergeben. Das Koordinatensystem auf der rechten Seite mit einem vier mal feineren Koordinatensystem (vier mal Anzahl "Font-units" pro "em-square"), kommt dem Original schon näher. |
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| Abbildung 5-1. |

| Abbildung 5-2.
2. Die skalierte Outline (Abbildung 5-2), wird auf dem Koordinatensystem mit seinen zugewiesenen Instruktionen und Beachtung des Auflösungsvermögens des Ausgabegerätes, platziert (Abbildung 5-3). |

| Abbildung 5-3.
3. Der sogenannte "grid-fitted outline" wird anschliessend vom "Scan-Converter" zu einem "Bitmap" konvertiert, das für die Darstellung auf dem Ausgabemedium geeignet ist (Abbildung 5-4) |

| Abbildung 5-4.
Beim Rastern können sich mit der Auflösung Probleme ergeben. Wenn etwa die Auflösung des Ausgabegerätes zu niedrig ist, wie bei einem Bildschirm, stehen zuwenig Pixel zur Verfügung um den Buchstaben richtig darzustellen. Oder bei kleinen Schriften lassen sich Schriftdetails nicht richtig wiedergeben, da nicht alle Punkte gesetzt werden können. Deshalb werden in TrueType Schriften "Instructions" eingebaut. Die Instructions funktionieren wie abhängige Programme innerhalb der Schrift. Sie legen fest sich wie bei kritischen Momenten einzelne Glyphs oder die ganze Schrift zu verhalten hat. Dies wird auch "Hinting" genannt. Ziel ist es, in allen Varianten immer die beste Ausgabequalität zu erhalten. |
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21.06.2000 Christoph Müller, Publishing Tools Support |
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